Die Sache mit dem Kater

Der flauschige Schatten des Hungers hat sein Durchsetzungsvermögen und damit sein Zepter über die Fellnasen dieses Hauses noch immer in starker Pfote. 
Sein fortschreitendes Alter hat ihm zwar viel Seh- und Hörkraft genommen, aber davon lässt sich der Opi nicht unterkriegen. Er stolpert auf wackligen Beinen über uns rüber (also nur, wenn wir auf dem Sofa liegen – ansonsten schiebt er sich unter uns durch) und es kümmert ihn nicht, was wir davon halten. Wir sind machtlos und müssen mit ansehen, wie er sich Johann krallt und den ganzen Abend mit ihm kuschelt und sein Pfötchentreten auf ihm abhält. Jürgen und ich versuchen immer, wenigstens ein bißchen an Johann mitzukuscheln… aber da muss man immer auf der Hut sein! Macht man eine falsche Bewegung in Kallies Richtung, haut er einfach los! Gott sei Dank ist seine Treffsicherheit auch schon etwas eingerostet.

Aber was solls? Was würden wir ohne die alte Flauschschleuder tun? Man kann sich immer darauf verlassen, dass er Hunger hat und dies lautstark kund tut. Dann muss man bloß noch in sicherer Entfernung abwarten und sich die Reste einverleiben – er vergisst nämlich manchmal, dass er gerade isst und läuft dann los auf der Suche nach einem Futtergeber.
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