Das Känguru

Als wir hierher gezogen sind, haben unsere Menschen als erstes einen Zaun um das gesamte Grundstück gezogen. 1,60m hoch war er und hat keine Lücke gehabt. Weder Jürgen noch Sammi oder ich haben je Anstalten gemacht, überhaupt nur die Idee zu haben, dort rüber zu springen. Wir hüpfen nicht einmal über den 70 cm Zaun der Schildkröten. 
Im Grundstück drin ist noch in 3 Höhen bis 1,40m Litze für die Pferde gezogen. Da können wir prima unter der untersten durchschlüpfen, um aufs Paddock und die Koppel zu flitzen.
So. Nun kam Fussel. Dreibein. Ein Hinterbein, Amputation vor 2 Monaten. Und was macht er? Hüpft aus dem Stand über die oberste Litze, als sei es das Normalste der Welt. Herrchen konnte nicht glauben, was er da sah. Denn wenn 1,40m für den Elliot kein Problem sind, dann sind es 20 cm mehr auch nicht – vor allem, wenn seine Muskeln trainierter sind!
Der Fusselmann durfte nun erst einmal nur noch mit Schleppleine raus. Und dann wurde Material beschaffen. Herrchen hat zuerst das Tor aufgestockt. 

Und dann mussten „mal eben“ 500 Meter Zaun höher gezogen werden.

Gott sei Dank hatten wir ein paar fleißige Helfer, von denen einer meinte, wir hätten wohl ein Känguru aus Spanien bekommen. So leicht hat man einen weiteren Spitznamen weg, hihi.

Nun haben wir es überall mindestens 2,20m hoch. Allerdings haben wir ganz nebenbei dem Elliot gezeigt, dass man überall drunter durch kann – wir hoffen, er hält sich da am Rudel und trainiert keine wilden Sprünge mehr!

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