Waldlabyrinth und rosa Wände

Da die Dachdecker ordentlich Gas geben, dürfen wir momentan nicht in den Garten, weil dort alles voller Nägel und Scherben liegt … der Preis für ein Dach übern Kopf (naja, der Hundepreis). Somit haben wir drinnen auf dem Sofa liegend Frauchen bei ihrer Arbeit mit „positiven Schwingungen“ (Vorsicht: Insider!) unterstützt … oder so …
Zwischendurch bin ich immer mal zur Gartentür und habe traurig-vorwurfsvoll geguckt. Dachte, vielleicht geht dann was, aber war nicht der Fall. Also hat Frauchen uns gegen Mittag in die Klamotte gesteckt und hat mit uns einen Waldspaziergang gestartet. Großartig! Jürgen und ich lieben den Wald! Da gibt es so viel zu schnuppern und zu horchen, dass wir immer ganz hibbelig werden. So zu Zweit haben wir Frauchen auch mehr durch den Wald gezerrt als dass man es Spaziergang nennen könnte. Sie bezeichnete es als „Powerwalk mit Auffahrunfällen“ – Jürgen zieht nämlich immer so ruckartig, dass es sich wie ein Aufprall anfühlt, wenn sie die Leine um die Schulter nimmt. Sie meint, es sei besser als eine ausgekugelte Schulter.

Herrchen hatte Frauchen noch erzählt, dass er das letzte Mal einfach geradeaus durchgegangen ist, bis nicht mehr geht und dann immer rechts, dann kommt man wieder richtig raus.
Irgendwann nach dem 2. Rechts hat Jürgen n Rappel bekommen und konnte sich nicht mehr einkriegen mit schnuppern. Ich habe mitgemacht … Wir haben Frauchen erstmal schön in die Leinen eingewickelt. Möglich, dass das der Grund war, wieso Frauchen die Orientierung verloren hat und wohl das richtige Rechts verpasst hat. Somit haben wir uns verlaufen.
Jürgen und mir war das Schnuppe. Wir fanden es nach wie vor super spannend. Und je mehr wir uns verlaufen hatten, desto spannender wurden die Wege. Frauchen meinte: na, hauptsache, ihr habt Spaß!

Aber nach 1 und halb Stunden im Wald wollte sie doch ganz gerne langsam die richtige Richtung finden. Weil wir noch ewig so hätten weiter machen können, hat sie nach der Straße zur Orientierung Ausschau gehalten und sie dann auch entdeckt. Das hieß für uns Aufregung pur, denn wir durften über einen Graben springen – Jürgen war sehr voreilig und hat Frauchen beinahe IN den Graben katapultiert – und über drei Kuhwiesen hecheln (ja, es war einfach zu spannend!). Von dort fanden wir dann einen Treckerweg zur Straße hin und konnten von dort bequem nach Hause dackeln. Nach den 2 Stunden im Wald waren wir auch richtig müde und sind tatsächlich nur noch gedackelt ^^

Daheim angekommen gabs erstmal lecker Essen und anschließend nur noch SOFA. Frauchen hat trotz Powerwalk noch um uns rum gestrichen. Die Küche schaut jetzt super aus und wir lieben die rosa Wände. Und den Waldspaziergang würden wir schon gerne mal wiederholen 🙂

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