Happy New Year

Und es ist wirklich happy, denn ich habe Silvester überstanden! Es war richtig schlimm. Ihr glaubt nicht, was ich vielleicht Angst und Bange war. Dieses Knallen – plötzlich und aus dem Nichts – das hat mich immer furchtbar erschreckt und ich hab ab frühen Abend nur noch gezittert und hatte Herzklopfen.
Meine Menschen wollten mich beruhigen und mir zeigen, dass es nichts Schlimmes ist – also haben sie sich so normal wie möglich benommen. Trotzdem hab ich ihnen die Anspannung angemerkt, das konnten sie nicht so locker verbergen, wie sie getan haben. Naja, schließlich war es unser erstes gemeinsames Silvester und sie wussten ja nicht, was ich bezüglich Knallen und Schüssen so erlebt habe und wieviel Trauma da eventuell hinter steckt – reden wir nicht drüber. Ich hatte einfach Angst. Irgendwann konnten sie mich davon überzeugen, dass es das Beste ist, mich zwischen sie aufs Sofa zu kuscheln, anstatt hektisch rumzurennen. Sie hatten auch Recht, das war viel besser. Herrchen hat mir ne Decke zum drunter liegen geholt, das hat mir etwas Schutzgefühl gegeben.

Trotzdem hab ich nach jedem Knall wieder gezittert und gebangt. Es war einfach zu gruselig und schlimm. Hab mich dann richtig feste in Frauchens Arm gekuschelt. Herrchen wollte mir seine Flauschemütze zum Köpfchen drauf legen geben, da meinte sie: „Die setzen wir jetzt einfach auf. Mützen geben Sicherheit und außerdem was über die empfindlichen Ohren.“ Und es hat wirklich geholfen. Ich habe kein einziges Mal mehr gezittert und bin dann sogar eingeschlafen. Irgendwie wusste ich plötzlich: Hier kann mir niemand und nichts was anhaben – hier bin ich sicher.

Bevor es Mitternacht schlug, hat Herrchen nochmal die Musik aufgedreht – viel Bass und viele Hintergrundgesräusche. Das hat wirklich das Meiste übertönt. Sicherheitshalber haben wir uns eine Stunde im Schlafzimmer verschanzt, weil es dort am ruhigsten ist. Ich bin tatsächlich ganz ruhig geblieben (natürlich ganz feste in Frauchens Arme gekuschelt) und hab nur mal aufgeschreckt, wenn es arg doll geknallt hat.

Als das Schlimmste vorüber war, haben wir uns aufs Sofa gepackt und gewartet bis ich nochmal zum Gassi gehen raus konnte. Das hat bis halb 4 gedauert. Während meine Menschen sich mit dem Best of 80s der Sendung „Disco“ abgelenkt und belustigt haben, konnten Kallie und ich uns langsam völlig entspannen:

Ja, so starteten wir ins Neue Jahr. Und ich muss schon sagen, ich finde mich doch ziemlich tapfer. Heute war wieder alles gut. Natürlich habe ich mich morgens zu meinen Menschen ins Bett geschlichen … so frei nach dem Motto: „Wisst ihr noch wie gruselig das gestern war?“
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